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Leistungen

 

 

Impfberatungen

Nach wie vor sterben viele Hunde, Katzen und Kaninchen an übertragbaren Erkrankungen (Seuchen), gegen die geimpft werden kann. Gerade auch wegen einer immer stärker zunehmenden Reisefreudigkeit und der Grenzöffnungen im Rahmen der EU-Erweiterung verbreiten sich auch zusehends Krankheiten, die bisher hierzulande kaum eine Rolle spielten.

Impfungen sind im Allgemeinen fast risikofrei und können Ihr Tier wirksam schützen.

Jeder Hund und jede Katze sollten geimpft sein (Hund: 5-fach-Impfung alle 3 Jahre, dazwischen jährlich Leptospirose und Zwingerhusten; Katze: Katzenschnupfen und -seuche; gegen welche Krankheiten u.U. zusätzlich geimpft werden sollte, z.B. Leishmaniose, Borelliose, FeLV, FIP etc., ergibt sich aus der Haltung und den persönlichen Lebensbedingungen).

 

Kaninchen sollten gegen RHD (rabbit haemorrhagic disease oder "Chinaseuche") und Myxomatose geimpft werden. Beide Krankheiten werden über Stechinsekten übertragen, sodass auch eine Haltung im Haus nicht vor einer Ansteckung mit fast immer tödlichem Ausgang schützt.
 

Auch ältere Tiere können, wenn sie nicht mehr regelmäßig geimpft werden, noch an bestimmten Krankheiten erkranken und im Extremfall sogar sterben!

Wir beraten Sie gerne ausführlich!

 

Beratung vor Auslandsreisen

Sollten Sie Ihr Tier mit ins Ausland nehmen, sind spezielle Vorkehrungen zu treffen. Die meisten Länder haben eigene Einreisebestimmungen und Regelungen bzgl. der nötigen Impfungen und Gesundheitszeugnisse. Bei Nichteinhalten droht ein Einreiseverbot oder Quarantäne für Ihre vierbeinigen Reisebegleiter. Generell gilt: Bei Reisen ins Ausland mit Hund, Katze oder Frettchen ist (zumindest sofern eine Rückkehr des Tieres geplant ist) grundsätzlich ein sog. EU-Heimtierausweis sowie eine Tollwutimpfung und eine Markierung per Mikrochip nötig. Außerdem kann es nötig sein, bestimmte Prophylaxemaßnahmen gegen Krankheitserreger zu treffen. Viele Erreger kommen bei uns aufgrund des Klimas gar nicht vor, können aber in anderen Regionen teils schwere, womöglich tödliche Krankheiten übertragen, auch während einer kurzen Urlaubsreise! Wie Sie Ihr Tier bei Auslandsreisen schützen können und welche Reisebestimmungen bestehen, erklären wir Ihnen gerne.

Chirurgie

Wir operieren von kleinen Eingriffen an der Haut bis zu speziellen Eingriffen (z.B. Lungenoperationen, Bauchhöhlenoperationen, plastische Chirurgie nach Verletzung oder Tumorbehandlung etc) praktisch die gesamte Bandbreite an Weichteiloperationen. Außerdem bieten wir langjährige intensive Erfahrung bei Knochen- und Gelenkschirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Notfallchirurgie. Für die gängigen chirurgischen Eingriffe wie Kastrationen ist im Allgemeinen keine gesonderte Abklärung nötig. Sie können innerhalb weniger Tage einen Termin bekommen. Bei größeren Operationen sollten wir den Patienten zunächst einmal genau untersuchen und gegebenenfalls bestimmte weiterführende Untersuchungen vornehmen. Hierzu ist ein gesonderter Termin vorab ratsam. Vor einer Narkose ist es speziell bei älteren Tieren wichtig, eine Blutuntersuchung vorzunehmen, um bestimmte Organkrankheiten auszuschließen. Grundsätzlich erhöht eine solche Untersuchung die Sicherheit während der Narkose, auch bei jungen Tieren. Eine allgemeine Gesundheitsuntersuchung wird bei jedem Patienten durchgeführt. Am Abend vor der Narkose darf der Patient (Hund/Katze) noch einmal eine Kleinigkeit fressen, danach sollte er nur noch Wasser bekommen, damit während der Narkose keine Probleme auftreten. Bei Heimtieren und Reptilien, aber auch bei Welpen, gelten andere Regeln, wir besprechen das genaue Vorgehen gerne mit Ihnen.

Knochen- und Gelenks-Chirurgie

Wie beim Menschen gibt es auch bei unseren Haustieren diverse orthopädische Erkrankungen und es ist beileibe nicht immer nur ein Autounfall daran schuld. Viele Wachstumserkrankungen beim Hund verursachen Gelenks- und Knochenprobleme, von denen viele zwar gut behandelt werden können, nur ist fast immer eine Operation am Gelenk oder Knochen nötig (in manchen Fällen bietet auch die Goldimplantation eine gute Alternative). Auch Fehlstellungen und chronische Überbelastung führen zu Problemen, die durch eine Operation oft gut behoben werden können. Schließlich kommt es auch immer wieder zu Unfällen, bei denen ein Knochen bricht, Bänder reissen (ein Kreuzbandriss kommt nicht nur beim Menschen oft vor...!), ein Gelenk ausgekugelt wird usw.. Hier bietet meistens eine Operation die schnellste und beste Hilfe. Wir sind auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und mit den entsprechenden Instrumenten ausgerüstet, um sichere und Erfolg versprechende Operationen  durchzuführen. Dies gilt für Ostheosynthesen (Knochenbruch-Operationen) ebenso wie für Kreuzbandrisse (div. Methoden incl. TPLO - tibia plateau leveling osteotomy, TTA -tibial tuberosity advancement- und "tight rope"), Patellaluxationen (Kniescheibenauskugelung), Operationen für Ellbogengelenksdysplasie, Hüftgelenksdysplasie etc etc etc...


beidseitige Beckenfraktur (Hund) vor der Operation

derselbe Patient nach Verplattung der Frakturen

Wirbelsäulenchirurgie

Die allgemein bekannte „Dackellähmung“ betrifft leider nicht nur die Dackel. Viele Hunderassen können Bandscheibenvorfälle erleiden, z.B. Shih Tzu, Pekinese, Pudel, aber auch größere Hunderassen wie der Deutsche Schäferhund. Bei den meisten Patienten kommt es zunächst zu einer deutlichen Schmerzhaftigkeit (oft schreien die Tiere, wenn man sie anfassen will), später kann es zu Lähmungserscheinungen kommen, so dass die Hunde praktisch querschnittsgelähmt sind; viele können weder Kot noch Urin absetzen. Gelegentlich tritt die Lähmung sehr schnell ein. Je früher man eingreift, desto besser sind die Heilungsaussichten, auch und gerade bei gelähmten Patienten! Oft muss über eine spezielle Kontrastmitteluntersuchung (Myelographie) das Problem exakt festgestellt und genau lokalisiert werden. Gelegentlich ist danach eine Operation an der Wirbelsäule nötig. Diese Operation ist aufwändig und erfordert Erfahrung, ist aber meist die einzige Möglichkeit, den Tieren zu helfen. Wir verfügen über modernes Instrumentarium und das nötige know-how, diese Operationen durchzuführen. Selbst völlig gelähmte Patienten können in vielen Fällen nach einer Operation wieder so laufen wie früher.


Myelographie der Hals-/Brustwirbelsäule; Tumor im Wirbelkanal (Bildmitte)

Inhalationsanästhesie

Auch für viele kleinere Eingriffe wie Zahnsteinentfernung ist bei Tieren eine Vollnarkose nötig, da sie nicht so stillhalten wie wir Menschen es beispielsweise beim Zahnarzt bei vergleichbaren Prozeduren tun. Gerade bei älteren oder kranken Patienten oder bei längeren Eingriffen ist es wünschenswert, eine möglichst schonende Narkoseart zu wählen, die den Kreislauf und die Organe (v.a. Nieren und Leber) möglichst wenig belastet. Die Inhalationsnarkose wird mittels Narkosegas (bei uns Isofluran, wie auch in der Humanmedizin) aufrechterhalten, was kaum verstoffwechselt werden muss (also den Organismus minimal belastet) und sehr gut zu steuern ist. Das Narkoserisiko wird mit einer Inhalationsnarkose so gering wie irgendwie möglich gehalten. Verschiedene andere Anästhesieverfahren stehen für bestimmte Indikationen zur Verfügung (Epiduralanästhesie, Ultrakurznarkosen, antagonisierbare Narkosen, Leitungsanästhesien etc) und werden von uns je nach Bedarf eingesetzt. Zusätzlich wird während und nach Operationen auf gute Schmerzausschaltung (Analgesie) geachtet. Ein intravenöser Zugang und Infusion während und nach einer Narkose (zur Kreislaufstabilisierung und als Notfallzugang) ist für uns selbstverständlich.

 

Parasitenprophylaxe

Parasiten können entweder auf (Ektoparasiten, z.B. Flöhe) oder in (Endoparasiten, z.B. Bandwürmer) Ihrem Tier leben und schmarotzen. Viele Parasiten sind „nur“ lästig und unangenehm, (beispielsweise Haarlinge, sie ernähren sich nur von Hautschuppen, aber krabbeln auf der Haut und kitzeln oder jucken), andere können bei stärkerem Befall zu Abmagerung und Schwäche führen (z.B. starker Wurmbefall). Manche Parasiten sind auf den Menschen übertragbar und können durchaus Schäden hervorrufen (speziell bei Kindern und immungeschädigten Personen). Im Extremfall können sogar schwerwiegende, u.U. tödliche Erkrankungen beim Menschen hervorgerufen werden, beispielsweise durch den Fuchsbandwurm. Durch regelmäßige Entwurmung und Ektoparasitenprophylaxe schützen Sie Ihr Tier und Ihre Familie. Wir beraten Sie gerne genauer.

Durch neue Medikamente ist auch die Entwurmung bei wehrhaften Katzen sehr leicht geworden, weil keine Tabletten oder Pasten mehr eingegeben werden, sondern sog. spot on's nur noch als Tropfen auf den Nacken aufgetragen werden müssen.

 

Labor

Viele Krankheiten lassen sich nicht auf den ersten Blick feststellen. Oft ist es nötig, zur genauen Diagnostik Blut und Urin zu untersuchen, manchmal auch Kot, Haut- oder Gewebeproben etc. Wie nutzen moderne Analysegräte zur sicheren und schnellen Untersuchung von Blut, Urin, Kot und Gewebeproben bei uns in der Praxis. Die Ergebnisse stehen uns hier innerhalb weniger Minuten zur Verfügung. Manche Proben müssen wir bei speziellen Fragestellungen allerdings auch an spezialisierte Labors schicken; im Allgemeinen haben wir auch diese Ergebnisse innerhalb von ein bis zwei Tagen bei uns.

 

Goldimplantation

Eine schonende, dauerhafte Schmerztherapie zur Behandlung chronischer Gelenksschmerzen und zur HD-Frühtherapie Eine Alternative zu orthopädischen Operationen oder Dauer-Schmerzmittel-Therapie bei chronisch-schmerzhaften Gelenkserkrankungen wie z.B. Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie, Arthrosen von Hüftgelenk, Ellbogen, Knie, Zehengelenken, Wirbelsäulenveränderungen etc.

Behandlungsablauf: Nach einer gründlichen klinischen und orthopädischen Untersuchung incl. Gangbildanalyse, Triggerpunktdiagnostik und Gelenksfunktionsprüfung wird je nach Befund ein oder mehrere Gelenke/Regionen geröntgt, um das Ausmaß an knöchernen Veränderungen festzustellen und auch den späteren Implantationsaufwand abschätzen zu können. Der Eingriff wird in Narkose durchgeführt (es ist keine sehr tiefe Narkose erforderlich, die Belastung durch die Narkose ist minimal) und dauert je nach Ausmaß und Schwere der Erkrankung zwischen einer und zwei Stunden. Eine lange Hohlnadel wird an bestimmte gangbildrelevante Punkte (Akupunkturpunkte sowie u.U. Ansatzpunkte von Bändern, Gelenkskapsel und Sehnen, s.o.) vorgeschoben und dadurch das Gold mittel eines Metallstifts (Mandrin) versenkt. Nach Beendigung des Eingriffs darf der Patient am selben Tag nach Hause gehen. Der Eingriff bereitet dem Patienten keine zusätzlichen Schmerzen!


normales Hüftgelenk

hochgradige Hüftgelenksarthrose (Hüftgelenksdysplasie)

arthotisches Hüftgelenk nach Goldimplantation

Die Methode wurde ursprünglich in den USA entwickelt und wird seit mittlerweile über zehn Jahren u.a. in Deutschland und Österreich in modifizierter Form angewandt (Bad Wildungen, Wien, www.goldimplantation.com). Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Tiermedizin (TCM), westlicher Akupunktur und klassischer Orthopädie sind in die Methode eingeflossen. An spezifischen Akupunkturpunkten und an bestehenden arthrotischen Veränderungen werden in einem sehr schonenden Eingriff unter leichter Narkose ein oder mehrere, ca. 2-4mm lange, sterile Golddrahtstückchen (24 Karat) implantiert. Die Goldimplantate bewirken eine dauerhafte Schmerzstillung, was dem Patienten ermöglicht, Schonhaltungen aufzugeben und damit Fehl- und Überbelastungen zu vermeiden. Die Goldstückchen wachsen reaktionslos im Körper ein. Sie wandern nicht und verursachen keine Entzündungsreaktion. Jede spätere Untersuchung (incl. CT) und andere Operationen sind auch nach einer Goldimplantation möglich (allerdings im Zusammmenhang mit der behandelten Problematik meist nicht mehr nötig)!

Ziel der Behandlung ist eine Reduktion der Schmerzbeschwerden (statt lebenslanger Schmerzmittelgabe oder orthopädischer Operationen) und die Normalisierung des Bewegungsablaufes, letztlich also ein beschwerdefreies Laufen trotz Arthrose. Die Goldimplantation heilt kein arthrotisches oder dysplastisches Gelenk, aber sie ermöglicht eine Normalisierung des Gangbildes durch Schmerzfreiheit, die Möglichkeit zur unbeschwerten Bewegung, also einen Zugewinn an Lebensqualität.

Wann setzt die Wirkung ein, wie lange hält sie an? Die Schmerzlinderung setzt nach einigen Tagen ein, meist nach ca. zwei Wochen. Bis zu 6 Monate können bis zum vollständigen Wirkeintritt vergehen. Während dieser Zeit soll der Patient das „normale“ Gehen wieder lernen, also wieder ein natürliches Gangbild ohne Schonhaltung erwerben. Wichtig ist hierfür gerade in den ersten Wochen nach der Operation das Gehen im kontrollierten Schritt an kurzer Leine, so dass die Patienten das Gelenk/die Gelenke auch wirklich „durchbewegen“ müssen. Die Wirkung der Implantate ist nicht begrenzt, sie wirken ein Leben lang.

Welchem Patienten hilft die Goldimplantation? Die Goldimplantation ist generell bei fast allen chronisch-schmerzhaften Gelenksveränderungen geeignet. Natürlich ist bei akuten Problemen (z.B. bei Kreuzbandrissen, „Chips“ im Gelenk, Patellaluxationen etc) eine Operation nötig. Die oft schon vorhandenen Sekundärschäden (Arthrosen) können aber auch hier gut mitbehandelt werden. Vor allem alte und mittelalte Hunde mit Gelenksbeschwerden (Arthrosen) werden mit Goldimplantation operiert, aber zunehmend mehr füllt diese Methode auch eine „therapeutische Lücke“ bei jungen Hunden mit dysplastischen Hüften (HD), die zwar Veränderungen an den Hüften zeigen, aber (noch) keine Kandidaten für eine künstliche Hüfte oder andere Operationen bzw. für Dauer-Schmerzmittelgabe sind. Bei ihnen wird schon früh im Leben Gold implantiert, um die absehbaren Folgen einer „lockeren Hüfte“ zu verhindern. Die Patienten laufen also trotz eines Hüftproblems normal, belasten damit die übrigen Gelenke normal und vermeiden Folgeschäden durch Über- bzw. Fehlbelastung. Durch die Möglichkeit der HG-Frühdiagnostik mit 16-18 Wochen(!) nach Univ. Doz. Dr. Ewald Köppel (1991) kann bereits bei sehr jungen Hunden eine später auftretende HD mit größter Sicherheit prognostiziert (und im Bedarfsfall therapiert) werden.


Instrumentarium zur Goldimplantation

Goldimplantate entlang der Lendenwirbelsäule

Details können Sie hier als PDF-File herunterladen!

digitales Röntgen

Röntgenuntersuchungen liefern oft wichtige Hinweise auf Krankheitsprobleme. Speziell für Untersuchungen der Lunge und der Knochen sind sie eine wesentliche Hilfe. Viele Röntgenuntersuchungen können ohne spezielle Vorbereitung durchgeführt werden und dauern nur sehr kurz. Das Ergebnis liegt uns innerhalb von Minuten vor. Manchmal ist es allerdings nötig, den Patienten vorher etwas zu sedieren (mittels Spritze ruhigstellen), damit spezielle Lagerungen für den Patienten ohne Schmerzen und Angst möglich sind (z.B. bei ED/HD-Untersuchungen) Für offizielle HD/ED-Aufnahmen ist eine Sedierung des Patienten auch vom Zuchtverband vorgeschrieben. Unsere Praxis ist offiziell für HD/ED-Röntgen zugelassen. Gelegentlich ist es notwendig, daß die Tiere vor der Röntgenuntersuchung fasten, entweder weil sonst spezielle Strukturen nicht gut beurteilt werden können oder weil sie sediert werden müssen (s.o.). Die Strahlenbelastung ist beim Röntgen so gering, daß keinerlei Schäden zu erwarten sind, selbst trächtige Tiere können i.A. problemlos und ohne Risiken geröntgt werden.

Wir verwenden eine hochmoderne Röntgenanlage mit Detektorsystem und digitaler Bildverarbeitung. Die Aufnahmen sind innerhalb von Sekunden auswertbar und sofort weiter zu verarbeiten.

 

Notfallmedizin

Nach Autounfällen, Beißereien, Schnittverletzungen, Stürzen etc. kommt es häufig zu nennenswerten, manchmal lebensbedrohlichen Verletzungen, oft mit erheblichen Blutungen. Auch Vergiftungen oder Schockgeschehen stellen echte Notfälle dar. Diese Patienten benötigen möglichst schnell Hilfe, um ein Kreislaufversagen zu verhindern. Oft müssen sie erst mit Infusionen und Medikamenten soweit stabilisiert werden, dass eine womöglich nötige Operation überhaupt möglich ist, manchmal muss auch sofort eingegriffen werden. Wir verfügen über dem neuesten Stand entsprechende Möglichkeiten der Notfallversorgung und -chirurgie.

 

Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung ist eine schonende, völlig schmerzlose und ungefährliche Untersuchungsmethode, die es erlaubt, bestimmte Organe in Ihrer Bewegung zu beurteilen oder Ihre Struktur genau darzustellen; per sogenannter "Doppler-" oder "Farbdoppler"-Funktion lässt sich außerdem der Blutfluss bzw Blutflussveränderungen z.B. bei Herzfehlern sichtbar machen. Für die bildgebende Diagnostik vieler Organerkrankungen ist die Ultraschalluntersuchung ausgesprochen hilfreich, bei manchen Fragestellungen ist der Ultraschall die Methode der Wahl, z.B. bei der Frage, ob ein Tier trächtig ist oder bei der Untersuchung des Herzens. Unsere Praxis verfügt über ein modernes Ultraschallgerät zur Untersuchung des Bauchraumes sowie zur Herzuntersuchung.

 

Geriatrie

Sie beschäftigt sich mit den Erkrankungen des älteren Patienten. Alte Patienten brauchen oft spezielle Medikamente und besondere Aufmerksamkeit bei bestimmten Behandlungen. Aufgrund guter Ernährung und besserer Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten leben unsere Haustiere heute im Durchschnitt sehr viel länger als noch vor 20 Jahren. Allerdings sehen wir dadurch auch immer mehr typische Alterserkrankungen wie Nierenerkrankungen, Zuckerkrankheit, Arthrosen etc. Viele dieser Probleme sind gut zu behandeln und viele Patienten leben jahrelang munter und (fast) beschwerdefrei trotz dieser Erkrankungen – nur erkennen muss man es rechtzeitig. Bei älteren und alten Tieren ist es ebenso sinnvoll wie bei uns Menschen, regelmäßige Gesundheitschecks, auch mittels Laboruntersuchungen vorzunehmen. Je früher eine Krankheit erkannt wird, desto besser ist sie zu behandeln!

 

HD/ED-Untersuchung

Hüftgelenks- bzw. Ellbogengelenks-Dysplasie sind Erkrankungen der Hüften und Ellbogen, die v.a. bei großen Hunderassen zu teils schweren Problemen führen. Hierbei „passen“ aus verschiedenen Gründen die Gelenksflächen nicht genau zueinander und es kommt zu Fehlbelastungen und schmerzhaften Gelenksveränderungen (Arthrosen). Im wesentlichen sind diese Erkrankungen genetisch bedingt, also vererbt. Deshalb fordern viele Zuchtverbände, bestimmte Röntgenaufnahmen der Gelenke bei den Zuchttieren, u.U. auch der Nachkommen machen zu lassen. Betroffene Tiere werden nicht mehr zur Zucht zugelassen, um diese Erkrankung nicht an Nachkommen weiter zu vererben. Für diese Röntgenuntersuchungen müssen die Tiere mit einer Spritze ruhiggestellt werden, sonst ist die Untersuchung für den Hund furchteinflößend und unangenehm, außerdem lassen sich die Bilder sonst nicht gut auswerten. Unsere Praxis ist offiziell für HD- und ED- Aufnahmen zugelassen. Wichtig ist es, eine richtige Ernährung bei Welpen großer Hunderassen zu beachten. Falsche Ernährung (z.B. mit viel Energie, viel Calcium) kann diese Gelenkserkrankungen womöglich noch deutlich verschlechtern. Leidet ein Tier unter einer Dysplasie der Gelenke, kann durch bestimmte Operationen und/oder Goldimplantation geholfen werden. Je früher man operiert, desto besser kann diesen Patienten geholfen werden. Deshalb sollte gerade bei großen Hunderassen (v.a. bei Junghunden) nicht zu lange mit dem Tierarztbesuch gewartet werden, wenn der Hund lahm geht!

 

Ernährungsberatung

Wie bei uns Menschen gibt es eine – meist theoretische – optimale Art der Ernährung auch bei den Tieren. Und genau wie wir nicht nach einem Stück Schokolade bedrohliche Krankheiten entwickeln, kann auch ein Tier durchaus mal ein Leckerle bekommen. Aus bestimmten Gebieten ist es aber ratsam, ein Auge auf die Ernährung zu haben. Das gilt v.a. bei Welpen (speziell bei großen Hunderassen, aber auch bei allen anderen) oder bei Patienten mit speziellen Erkrankungen. Es gibt mittlerweile sehr gute Diätfuttermittel für Patienten mit Problemen wie Zuckerkrankheit, Übergewicht, Leber- und Nierenerkrankungen, Allergien u.v.m. Wer auf Nummer Sicher gehen will, bleibt gleich ganz bei Spezialfutter, so dass manche Probleme erst gar nicht entstehen. Auch und besonders bei Heimtieren und Terrarientieren ist die Ernährung wichtig. Sehr viele Erkrankungen bei diesen Tieren wären vermeidbar, wenn mehr über die richtige Fütterung bekannt wäre. Wenn Sie Fragen zu Ernährungsproblemen oder speziellen Futtermitteln haben, helfen wir Ihnen gerne weiter.

 

Zahnbehandlungen incl. Dentalröntgen

Die Verdauung beginnt im Mund und zwar bei den Zähnen! Genauso wie bei Menschen sollte eine regelmäßige Untersuchung des Gebisses vorgenommen werden, am besten bei der Untersuchung zur jährlichen Impfung. Manche Patienten neigen zu Zahnsteinbildung, was schnell zu Zahnfleischproblemen und Zahnschmerzen führen kann. Im schlimmsten Fall können Krankheitserreger, die im Zahnstein vorkommen, über den Blutkreislauf durch den Körper transportiert werden und an anderen Orten des Organismus Schäden verursachen, z.B. eine Herzklappenentzündung hervorrufen. Sollte eine Zahnsanierung nötig werden, muss diese fast immer unter Vollnarkose erfolgen. Hierfür gibt es besonders schonende Narkosemöglichkeiten, gerade bei älteren Patienten.

Viele Probleme des Gebisses (vor allem bei Katzen und Heimtieren!) spielen sich nicht an der Zahnkrone, sondern an der Wurzel des Zahnes ab; um entsprechende Klarheit zu bekommen, ist - wie beim Menschen - eine Dental-Röntgenuntersuchung nötig. Durch eine komplette Röntgenuntersuchung aller Zähne wird sichergestellt, dass ALLE zum Zeitpunkt der Untersuchung betroffenen Zähne behandelt werden, dem Patienten also eine weitere Narkose und dem Besitzer weitere Kosten erspart bleiben.

Wir bringen eine hochmoderne, sehr strahlungsarme Dentalröntgeneinheit mit modernster, hochauflösender digitaler Bildverarbeitung zum Einsatz, um auch dezente Veränderungen sichtbar zu machen.

Auch eventuell nötige Zahnfüllungen sind in der modernen Tier-Zahnmedizin oft eine Alternative zum Ziehen eines beschädigten Zahnes nach Unfällen o.ä. Wir beraten Sie ausführlich über die angebotenen Möglichkeiten.

 

Vor....

...und nach Gebiss-Sanierung.

Bei diesem Patienten wäre "früher" bestimmt besser gewesen...!

Kontrollröntgenaufnahme nach Zahnwurzelbehandlung und -füllung

 Lichthärtung einer Kunststoff-Füllung

 

Heimtiere/Ziervögel

Heimtiere und Vögel sind mehr und mehr „im Kommen“. Gerade weil sie so besonders süß aussehen, sind sie v.a.bei Kindern sehr beliebt. Sie sind aber auch in vielen Bereichen besonders sensibel. Vor allem mit Haltungs- und Fütterungsfehlern kann man ihnen u.U. schweren Schaden zufügen. Auch haben sie teilweise ganz spezifische Probleme, z.B. wachsen bei Nagern und Kaninchen die Zähne das ganze Leben lang und können bei Zahnfehlstellungen große Probleme machen. Wenn diese kleinen Patienten nicht mehr fressen mögen, ist es ratsam, möglichst bald eine genaue Untersuchung durchführen zu lassen, im Bedarfsfall u.U. auch mittels Blutuntersuchung und/oder Ultraschall, Röntgen etc.

Die häufig vorkommenden Zahnprobleme bei Kaninchen und Nagern (deren Zähne wachsen lebenslang!) müssen genau abgeklärt werden, um schlimme Schmerzen und Abmagerung bis zum Tod zu verhindern. Unsere Praxis verfügt über die entsprechenden Möglichkeiten der schonenden Inhalationsnarkose, modernes digitales Dentalröntgengerät sowie über effektive, tierschutzgerechte motorbetriebene Instrumente zur Zahnbehandlung.

Kaninchen mit Zahnfehlstellung

Kaninchen mit Verband nach Unterarm-Fraktur-OP

Röntgenaufnahme desselben Patienten nach OP

Reptilien/Terrarientiere

Schlangen, Echsen und Amphibien erfreuen sich stetig wachsender Beliebtheit. Allein in den USA eröffneten eine Zeitlang jeden Tag vier (!) neue Terraristik-Läden. Aufgrund der starken Nachfrage sind die meisten Arten weltweit mittlerweile zum Glück streng geschützt (Washingtoner Artenschutzabkommen) und viele verkaufte Tiere sind bereits in Menschenobhut nachgezüchtet bzw. dürfen gar nicht mehr aus dem Ausland eingeführt werden. Reptilien sind sehr empfindliche Tiere und haben hohe Ansprüche an Haltung und Pflege. Die speziellen Ansprüche der Tiere können meistens nur im Terrarium oder speziellen Freilandhaltungen befriedigt werden. Viele Krankheiten und Entwicklungsstörungen sind bei richtiger Haltung und Fütterung vermeidbar. Hierzu gehört z.B. auch die regelmäßige Untersuchung auf Krankheitserreger im Kot. Lassen Sie sich bezüglich der richtigen Maßnahmen beraten, wir helfen Ihnen gerne.

Grüner Leguan (Iguana iguana)

Läufigkeitsdiagnostik/ Deckzeitpunktbestimmung

Die Läufigkeit bei der Hündin zieht sich im Allgemeinen über einen Zeitraum von ca. 2-3 Wochen. Den genauen Deckzeitpunkt zu erkennen ist nicht immer einfach, wäre aber (gerade bei großen Entfernungen zwischen Hündin und Deckrüde) wünschenswert. Durch eine schnell und schmerzlos durchführbare Zelluntersuchung oder Blutanalysen lassen sich die „fruchtbaren Tage“ gut erkennen bzw. vorhersagen. Auch ob eine unbeabsichtigte Paarung stattgefunden hat lässt sich recht sicher mittels Zelluntersuchung nachweisen, aber nur direkt nach dem „Ausflug“ der Hündin. Bei Katzen ist die Verpaarung aufgrund unterschiedlicher Ovulations-Abläufe etwas einfacher.

Deutlicher Erfolg eines Deckaktes....

Notfall-Bereitschaft

Sie erreichen uns telephonisch jederzeit. U.U. wird ihnen die aktuelle Notfallnummer per Anrufbeantworter in der Praxis angesagt.

 

Hausbesuche

Im Bedarfsfall können bestimmte Behandlungen auch bei Ihnen zu Hause durchgeführt werden. Diagnostische Maßnahmen sind allerdings außerhalb der Praxis nur stark eingeschränkt möglich.